Yellowstone-
Nationalpark

www.Wissen-im-Netz.info

Angelegenheiten des Parks

Homepage
   Freizeit
      Reisen
         Yellowstone
            Angelegenheiten
              
Wasserinvasoren
               Bioprospecting
               Bisons

               Bären
              
Northern Range
              
Umwelt
              
Wildnis
              
Winter
              
Wölfe

Angelegenheit: Verwaltung der Bisons

Die Angelegenheit

NPS-Foto: BisonUngefähr die Hälfte der Bisons im Yellowstone wurden positiv auf die Belastung mit Brucellose getestet. Diese Krankheit veranlasst Bisons und domestierte Rinder, ihr erstes Kalb abzustoßen. Da die Bisons des Yellowstones auch nach Montana wandern, betrifft ihr Befall auch die Rinderindustrie dieses Staates.

Geschichte / Hintergrund

  • Die Bisons kamen wahrscheinlich mit Brucellose durch Hausrinder in Kontakt, die im Park gehalten wurden, um Milch und Fleisch für die Parkbesucher im frühen 20. Jahrhundert zu liefern.
  • Brucellose hat nur einen geringen Einfluss auf das Wachstum der Bisonpopulation.
  • Diese Krankheit wird wahrscheinlich durch Kontakt mit der Nachgeburt oder Geburtsflüssigkeiten von infizierten Rindern oder Bisons übertragen, die während und am Ende der Geburt ausgeworfen werden.
  • Die menschliche Form der Krankheit, als Maltafieber oder bangsche Krankheit bezeichnet, war einmal eine Bedrohung der öffentlichen Gesundheit in den USA, ist es aber nicht mehr.
  • Ein Impfstoff für Rinder, RB51, wird auch bei den Bisons verwendet.
  • Bisons haben bisher die Brucellose unter natürlichen Bedingungen nicht auf Rinder übertragen, obwohl solche Übertragungen in der Gefangenschaft aufgetreten sind.
  • Der Staat von Montana, wie andere Staaten, haben viel Zeit, Anstrengungen und Geld für den Versuch verwendet, die Brucellose bei den Rindern auszurotten.
  • Wapitihirsche im größeren Yellowstone-Gebiet tragen ebenfalls die Brucellose.

Aktueller Status

  • Ein Verwaltungsplan für Bisons wurde im Dezember 2000 in Kraft gesetzt.
  • Der Plan erlaubt eine anpassbare Verwaltung, systematische Vergrößerung des Winterbereichs außerhalb des Parks, so wie die Verbesserung der Koordination von Behörden bei ihren Anstrengungen zur Verringerung der Krankheitsausbreitung.
  • Im März 2006 ist der Plan noch immer in der Einführungsphase, was keinen zusätzlichen Winterbereich nördlich des Reese Creek Gebiets ergibt.

Beteiligte Stellen

  • National Park Service (NPS)
  • Animal Plant Health Inspection Service (APHIS)
  • US Forest Service (USFS)
  • Montana Department of Livestock (DOL)
  • Montana Department of Fish, Wildlife & Parks (FWP)

Über Brucellose

Brucellose ist eine Krankheit, die durch das Bakterium Brucella abortus ausgelöst wird. Sie kann bei einer trächtigen Kuh eine Fehlgeburt auslösen. Diese Krankheit wird hauptsächlich dadurch übertragen, dass nicht infizierte, anfällige Tiere in direkten Kontakt mit infiziertem Geburtsmaterial kommen. Es gibt keine Heilung für Brucellose bei Wildtieren. Alle Rinder, die sich überlappende Gebiete mit anderen Rindern teilen sind gegen Brucellose geimpft, genauso wie Bisons, die wieder freigelassen wurden.

Obwohl relativ selten, können Menschen mit Brucellose in Kontakt kommen, wenn sie unpasteurisierte, infizierte Milchprodukte verzehren oder in Kontakt mit infizierten Geburtsmaterial kommen (Brucellose kann nicht durch den Verzehr des Fleisches eines infizierten Tieres übertragen werden). Bei Menschen wird diese Krankheit Maltafieber genannt. Mit der Pasteurisierung der Milch haben Menschen nicht mehr das Risiko, mit dieser Krankheit in Berührung zu kommen und falls doch, können sie mit Antibiotika behandelt werden.

Die Brucellose wurde bei den Bisons im Yellowstone im Jahr 1917 entdeckt. Sie wurden von der Krankheit durch die Hausrinder angesteckt, die im Park zum Liefern von Milch und Fleisch für die Besucher in den Hotels gehalten wurden. Jetzt sind ungefähr 50 Prozent der Bisons des Parks positiv auf den Kontakt mit dem Brucellose-Erreger getestet. Jedoch bedeutet ein positiver Kontakttest (Serologie positiv) nicht, dass das Tier infektiös ist und Brucellose übertragen kann (beispielsweise werden Menschen, die in ihrer Kindheit gegen Pocken geimpft wurden ebenfalls positiv auf Pocken-Antikörper positiv getestet, obwohl sie nicht an Pocken erkrankt sind und sie nicht übertragen können). Die Forschung hat gezeigt, dass weniger als die Hälfte der positiv getesteten Bisonkühe zum Zeitpunkt des Tests infektiös waren. Männliche Bisons übertragen die Krankheit nicht auf andere Bisons (die Übertragung zwischen Bullen und Kühen während der Paarung ist unwahrscheinlich auf Grund der schützenden Chemie der Weibchen). Bisons haben unter natürlichen Bedingungen eine sehr niedrige Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Brucellose auf Rinder, besonders da Verwaltungsstrategien die Vermischung von Bisons und Rindern verhindern.

Parkmanager sind zahlreichen Ungewissheiten ausgesetzt, wie die Bisons am Besten in Bezug auf die Angelegenheit der Brucellose-infizierten Wildtiere im Yellowstone Nationalpark verwaltet und geschützt werden sollen. Da keine Daten vorhanden sind, die die Beeinflussung der Bisons mit Brucellose beschreiben, werden Annahmen getroffen, die auf der besten verfügbaren Information basieren. Aktuelle Informationen zeigen, dass beide Arten sich sehr ähnlich auf die klinischen Anzeichen der Brucellose-Infektion verhalten und sehr ähnliche Methoden für die Übertragung der Krankheit auf andere Einzeltiere gibt. Jedoch zeigt eine wissenschaftliche Durchsicht von veröffentlichten und unveröffentlichten Daten, dass Bisons und Rinder sich unterschiedlich auf ihre Reaktion auf Impfstoffe verhalten und wahrscheinlich auch auf den Standardtest auf diese Krankheit. Wapitihirsche im Größeren Yellowstone-Ökosystem sind ebenfalls mit Brucellose infiziert und dieses Sammelbecken für die Krankheit kann ein Übertragungsrisiko der Brucellose auf Bisons darstellen. Studien werden an wilden Bisons durchgeführt, um die Beziehung Bisons – Brucellose besser zu verstehen und die anderen Fragen zu studieren.

Rinder-Bisons-Auseinandersetzungen

Stellen des Bundes und der Staaten und die Nutztierindustrie haben viel Zeit und Geld investiert, um die Brucellose bei Rindern auszurotten. Staaten, die diese Aufgabe vollendeten, bekommen den Status „Brucellose-frei“ und können Nutztiere ohne Einschränkungen und teurere Krankheitstests exportieren. Montana erhielt diesen Status im Jahr 1985.

Brucelloseinfektionen in zwei Rinderherden von Montana werden den Status heruntersetzen und die Finanzen der Rancher negativ beeinflussen. Wenn ein Tier in einer Rinderherde mit Brucellose infiziert ist, wird die ganze Herde unter Quarantäne gestellt und wahrscheinlich geschlachtet. Entschädigungsfonds des Bundes und des Staates kompensieren teilweise den Verlust des Halters.

Auf Grund der Befürchtung, den Status Brucellose-frei zu verlieren, empfehlen Nutztierverbände eine aggressive Strategie, um das Ziel der Ausrottung der Brucellose zu erreichen. Ein Bewertungsgremium der National Academy of Sciences deutet an, dass die Ausrottung der Brucellose mit den aktuellen Technologien nicht möglich ist. Das Gremium empfiehlt die Verwaltung der Bisons und Nutztiere, um die Übertragungsrisiken zu verringern.

Die Trennung der Bisons und der Nutztiere ist ein Teil des aktuellen Verwaltungsplans (weiter unten beschrieben) und die Impfung der Rinder und Bisons ein anderer. RB51 ist ein Impfstoff, sicher für Bisonkälber, -jungtiere und erwachsene Männchen. Im Gegensatz zu anderen Impfstoffen, werden Tiere, die mit RB51 geimpft wurden nicht positiv auf Brucellose durch die Standard-Diagnosetests getestet. Die Impfung der Bisons im Yellowstone begann im Frühling 2004.

Jüngste Geschichte

Im Jahr 1985 initiierte Montana eine öffentliche Bisonjagd entlang der Nordgrenze nahe Reese Creek und in Gebieten entlang der Westgrenze in der Nähe von West Yellowstone. Während der harten Winter, die den Feuern von 1988 folgten, wurden 569 Bisons getötet. Die sich daraus ergebenden, öffentlichen Meinungsstreitigkeiten veranlassten die Legislative von Montana die Autorisierung für die Jagd zu widerrufen.

Angefangen in Jahr 1990, während Montana und die Bundesbehörden ein Langzeitplan vorbereiteten, benötigte Montana einen vorläufigen Verwaltungsplan, um privates Eigentum zu schützen, die Sicherheit für Menschen zu garantieren und den Brucellose-freien Status des Staates zu schützen. Der National Park Service war mit einer Umweltverträglichkeitsvereinbarung einverstanden, die eine begrenzte Verwaltung der Bisons durch Vertreiben, Überwachen und Schießen außerhalb der Parkgrenzen auf Anfrage und unter der Autorität der „Montana Department of Fisch, Wildlife and Parks“ zulässt. Im Jahr 1992 stimmte der Staat von Montana einer Vereinbarung mit dem „National Park Service“ (NPS), dem „US Department of Agriculture“ (USDA), „Forest Service“ (SFS) und der „USDA Animal Protection Health Inspection Service“ (APHIS) zu, der die Entwicklung eines langfristigen Verwaltungsplans und der Umweltverträglichkeit für die Verwaltung der Bisons, die aus dem Yellowstone nach Montana wandern, vorsieht.

Klage eingereicht

Im Januar 1995 reichte der Staat von Montana eine Klage gegen den NPS und APHIS ein, da sie glaubten, dass die Bundesbehörden den Staat aufforderten, sich widersprechende Verwaltungsmaßnahmen zu installieren. Der NPS wünschte mehr Toleranz für die Bisons im Wintergebiet außerhalb des Parks; APHIS sagt, wenn Bisons von einer infizierten Population frei in Montana sich bewegen würden, dass der Staat seinen Brucellose-freien Status verlieren könnte. In der Vereinbarung war APHIS einverstanden, den Status von Montana nicht herunterzusetzen, wenn Bisons vom Yellowstone nach Montana wandern, solange gewisse Maßnahmen ergriffen werden, einschließlich der Erstellung eines langfristigen Verwaltungsplans für Bisons.

Der vorläufige Verwaltungsplan

Der vorläufige Plan von 1996 gab dem National Park Service vor, ein Fangmöglichkeit für Bisons im Yellowstone-Nationalpark bei Stephens Creek, nahe der nördlichen Grenze zu bauen. Alle gefangenen Bisons würden auf Brucellose getestet; seropositive Tiere müssen geschlachtet werden. Jeder Bison, der nördlich des Parks in das Gebiet Eagle Creek / Bear Creak wandert (östlich des Yellowstone Rivers) würde überwacht und nicht gefangen werden. Das „Montana Department of Livestock“ (das 1995 die Autorität zur Verwaltung der Bisons in Montana erhielt) würde alle Bisons fangen, die aus dem Park nach West Yellowstone wandern und diese auf Brucellose testen. Alle seropositiven Bisons und alle seronegativen, weiblichen Tiere würden geschlachtet. Im eigenem Ermessen kann Montana jeden nicht getesteten Bison im West Yellowstone-Gebiet abschießen, den sie nicht fangen können.

Dieser Plan wurde während des Winters 1996-97 umgesetzt, dem härtesten Winter seit den 1940iger Jahren. Eine große Anzahl von Bisons wanderte über die nördlichen und westlichen Grenzen. Am Ende des Winters wurden 1084 Bisons geschossen oder zum Schlachten geschickt. Der öffentliche Aufschrei war viel stärker als 1989.

Entwurf der Umweltverträglichkeitsvereinbarung freigegeben

Ein Entwurf des langfristigen Verwaltungsplans und der Umweltverträglichkeitsvereinbarung wurden im Jahr 1998 freigegeben. Die Alternativen gingen vom Fangen aller Bisons, die den Park verließen und die zum Schlachten zu schicken, die positiv getestet wurden, bis zur öffentlichen Jagd, um die Bisons in Montana zu kontrollieren, bis zur Einrichtung von Toleranzzonen für Bisons außerhalb der Parkgrenzen. Der Plan erhielt über 67000 öffentliche Kommentare, der Großteil bevorzugt einen alternativen Plan, der den Schutz der Bisons hervorhebt.

Die endgültige Umweltverträglichkeitsvereinbarung und Verwaltungsplan

Während der Entwicklung der endgültigen Umweltverträglichkeitsvereinbarung, kam es zu einer ausweglosen Situation zwischen den führenden Stellen und im Dezember 1999 widerriefen die Bundesstellen die Vereinbarung mit dem Staat von Montana, um selbst einen langfristigen Verwaltungsplan zu erstellen. Der Staat sah diese Aktion als Herausforderung an und ein Bundesrichter hielt den Widerruf der Bundesstellen im Februar 2000 aufrecht. Vor der formalen Abweisung der Klage jedoch, haben die Stellen des Staates und des Bundes einer Ausarbeitung ihrer Differenzen zugestimmt, um zusammen mit einem vom Gericht bestimmten Moderator eine gemeinsame Grundlage für die Verwaltung des Bisonbestands zu finden. Die Stellen entwickelten eine geänderte Vorzugsalternative, die das Risiko der Brucellose-Übertragung von Bisons auf Rinder minimiert, systematisch auf die Ausrottung der Brucellose in der Bisonherde hinarbeitet, einen Mechanismus zur Vergrößerung des Winterbereichs der Bisons auf öffentlichen Land außerhalb des Parks und der Verringerung der Tötung von Bisons, die den Park verlassen, hinarbeitet.

Im August 2000 wurde die Endversion der Umweltverträglichkeitsvereinbarung für den Bison-Verwaltungsplan des Staates Montana und des Yellowstone Nationalparks freigegeben. Nach einer Zeit der öffentlichen Kommentare, wurde der endgültige Verwaltungsplan zusammen mit dem Staat von Montana verfeinert und eine leicht geänderte Version der bevorzugten Alternative der Bundesstellen präsentiert. Im Dezember 2000 erließen die Bundesregierung und der Staat von Montana getrennte Entscheidungen, die den verhandelte Vereinbarung genehmigten.

Der endgültige Plan verwendet eine adaptive Verwaltung und fortlaufende Schritte, um eine größere Toleranz für Bisons außerhalb des Yellowstones zu erreichen. Schritt 1 begrenzt die Bisons auf den Park und einen Verwaltungsbereich außerhalb der westlichen Grenze (für bis zu 100 seronegative Bisons). In der dritten Phase der Implementierung werden bis zu 100 ungetestete Bisons im Winter außerhalb der Parkgrenzen nahe Reese Creek und der Westgrenze toleriert. Während aller Phasen der adaptiven Verwaltungsstrategie sind in einem Verwaltungsgebiet außerhalb der nördlichen Grenze – im Gebiet Eagle Creek / Bear Creek – eine unbegrenzte Anzahl von Bisons erlaubt. Der Bison-Verwaltungsplan erlaubt Managern alle Bisons zu fangen und zu entfernen, unabhängig vom Krankheitsstatus, außerhalb der Westgrenzen oder in der Nähe der Nordgrenzen, wenn im späten Winter oder frühen Frühling der Bisonbestand über 3000 Stück geschätzt wird. Rinder werden geimpft und in den spezifizierten Gebieten nahe dem Yellowstone Nationalpark überwacht. Methoden für die Bisonverwaltung können zusätzliche Überwachungsmaßnahmen der Bisons auf öffentlichem Land außerhalb des Parks, vertreiben auf angemessenes, öffentliches Land oder zurück in den Park im Frühling und Kontrolle auf öffentlichem Land außerhalb des Parks durch Fangen und Schlachten oder durch Schießen öffentlicher Stellen umfassen. Der Plan umfasst auch Bereitstellungen für fortlaufende Forschung, um Ungewissheiten anzugehen, die während des Planungsprozesses erkannt wurden.

Neuste Entwicklungen

Verstehen der Bisonwanderungen

Beobachtungen der Bewegungen der Bisons während der ersten fünf Jahren des Verwaltungsplans offenbarten Muster. In der westlichen Verwaltungszone, Gruppen von zehn oder weniger erwachsenen Bullen verwenden dieses Gebiet vom späten September bis frühen Juni. Gruppen der erwachsenen Kühe bewegen sich in dieses Gebiet im späten Winter und bleiben bis in die Geburtsaison. Gruppen von erwachsenen Kühen bewegen sich in die nördliche Verwaltungszone und bleiben dort bis zur Geburt. Bis zu 200 Bisons verwenden das Gebiet Eagle Creek / Bear Creek jeden Winter.

Winter 2005 – 2006

Während des Augusts 2005 lebten beinahe 5000 Bisons im Park. Auf Grund der Wetterbedingungen des Winters, wanderten Hunderte der Bisons in das Wintergebiet entlang und außerhalb der nördlichen Grenzen des Parks. Über 800 Bisons wurden gefangen und zum Schlachter geschickt. Auch wurden über 80 Kälber unter Quarantäne gestellt. Der Verlust dieser vielen Bisons, zusätzlich zu denen, die von Raubtieren, Unfällen und den harten Wetterbedingungen getötet wurden, wird nicht die langfristige Bewahrung der Bisonpopulation bedrohen.

Schutzimpfung

Der Verwaltungsplan der Bisons sieht ein Impfungsprogramm der Bisons vor. Staatliche und Bundesstellen haben ein solches Programm entwickelt, das an den Fangeinrichtungen an der Grenze verwendet wird. Der National Park Service führt eine Umweltstudie durch, um die Feldimpfung der Bisons im ganzen Park zu überprüfen, dabei sollen fernwirkende Verabreichungsmethoden verwendet werden, wo nicht jeder einzelne Bison gehandhabt werden muss. Da die Wissenschaftler jetzt mehr über die Wanderungsmuster, Gruppendynamik und Lebensraumverteilung der Bisons wissen, verstehen sie es besser, wo und wann eine Feldimpfung erfolgreich sein kann.

Bisonjagd

Der Staat von Montana autorisierte die Bisonjagd auf öffentlichem Land außerhalb des Yellowstone Nationalparks, die von 15. November bis zum 15. Februar geht. Fünfzig Abschüsse wurden genehmigt. Durch die Jagd kann der Staat die Bisons in Wintergebieten in niedriger Höhenlage innerhalb des Staates kontrollieren.

Quarantäne

Eine Machbarkeitsstudie zur Quarantäne für Bisons wird außerhalb der nördlichen Grenze des Yellowstones Nationalparks durchgeführt. Es wird ein Protokoll getestet, gesunde Bisons zu zertifizieren. Wenn ein erfolgreiches Protokoll entwickelt wird, kann die Quarantäne eine Möglichkeit für die Yellowstone-Bisons bieten, um zum Erhalt der Bisons an anderen Stellen beizutragen.

Aussicht

Im September 2005 schlossen die Partnerstellen des Verwaltungsplans der Bisons eine Bewertung der Verwaltungsmaßnahmen der letzten fünf Jahre ab. Der Bericht bestätigte den Erfolg der Trennung der Bisons und Rinder, was sowohl die Bisonpopulation des Yellowstones und den Brucellose-freien Status von Montana bewahrte. Die Stellen werden die Beobachtung der Anzahl, Verteilung und Wanderungen der Bisons beobachten und die Verbreitung der Brucellose in der Population. Zusätzlich werden sie das Verwaltungsprogramm für eine größere Toleranz der Bisons im Winterbereich auf niedrigeren Höhenlagen außerhalb des Yellowstones fortsetzen. Der „Federal Record of Decision“ ist unter http://www.nps.gov/yell/parkmgmt/upload/yellbisonrod.pdf (Englisch) einsehbar.

Brucellose-Verwaltung im Größeren Yellowstone

Der National Park Service ist dem „Greater Yellowstone Interagency Brucellosis Committe“ (GYIBC) angeschlossen, dessen Ziel es ist „die frei lebenden Wapitihirsch- und Bisonpopulation im Größeren Yellowstonegebiet zu schützen und aufrechtzuerhalten und die öffentlichen Interessen und ökonomische Lebensfähigkeit der Nutztierindustrie in Wyoming, Montana und Idaho zu schützen.“ Die Mission dieses Komitees ist die Entwicklung eines Burcellose-Verwaltungsplans für Wapitihirsche und Bisons. Die Ziele umfassen die Aufrechterhaltung von lebensfähigen Wapitihirsch- und Bisonbeständen; Aufrechterhaltung des Brucellose-freien Status von Wyoming, Montana und Idaho; energisches Streben nach öffentlicher Einbindung in den Entscheidungsprozess; Planung und Ausrottung des Brucella abortus im Yellowstone-Gebiet bis zum Jahr 2010.

Vom National Park Service wurde ein Erhaltungsprogramm der natürlichen Ressourcen aufgelegt, das mit der Forschung und Datensammlung über die Bisonökologie und wie der Brucella abortus in der freien Wildbahn überlebt und funktioniert. Dieses Projekt umfasst die Grand Teton- und Yellowstone-Nationalparks. Die von der Forschung gesammelten Informationen helfen den Managern vertretbare Entscheidungen für die zukünftige Verwaltung der Bisons und Wapitihirsche in den zwei Parks zu finden.

Der National Park Service arbeitet auch bei der „Biological Resources Division“ des US Geological Survey mit, bei der andauernde Forschungen laufen, die die demografischen Charakteristiken einer früheren Studie der Bisons im Yellowstone-Nationalpark untersuchen. Vorläufige Ergebnisse über die Bisonwanderungen im Park deuten an, dass die Tiere nicht wie erwartet auf festgelegten Wegen wandern, sondern dazu tendieren, Flüssen und anderen Korridoren zu folgen.

© 1999-2009 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de.